Der Schriftsprachenerwerb ist stets mehr als das Erlernen einer Kulturtechnik. Im Mittelpunkt des Lernens und Leistens in einer innovativen Schule steht deshalb als vorrangige Basiskompetenz für ein zukunftssicheres Lernen die Sprach- und Lesekompetenz. Keine Leistungsschwäche hat so schwerwiegende Folgen wie auf dem Gebiet der Sprach- und Lesekompetenz.
In der nachindustriellen Gesellschaft, die immer stärker von informationsbasierten Abläufen bestimmt wird, nimmt der Anspruch nach qualifizierter Ausbildung und qualifizierter Tätigkeit immer mehr zu. Das setzt ein bestimmtes Maß an elementaren sprachlichen Fähigkeiten voraus, das nicht unterschritten werden kann. Dies gilt für den gesellschaftlichen, den öffentlichen sowie für den privaten Bereich. Mündliche und schriftliche Sprache verstehen, Informationen finden und auswerten, sich mündlich artikulieren, Informationen schriftlich festhalten sowie mit anderen schriftlich kommunizieren, sind dazu unerlässliche Elemente. Dies gilt auch, wenn sich die gegenwärtige Tendenz zum informationstechnisch gestützten Lernen und Informieren fortsetzt. Hier könnten mangelnde sprachliche Fähigkeiten sogar verschärft zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft führen.
Das "Sprachprojekt" will vor allem folgende sprachliche Fähigkeiten ausbilden:
Ein in weitesten Sinne projektorientierter Unterricht schafft die Voraussetzungen für das aktive Sprachhandeln. Durch die Arbeit in Gruppen und den Kontakt mit Personen auch außerhalb der Klassengruppe ergeben sich vielfältige qualitativ und quantitativ relevante Sprachhandlungssituationen.
Die neu eingeführte Projektprüfung in den Hauptschulen Baden-Württembergs beinhaltet viele solcher Sprachfähigkeitsprodukte. Sie kann nur erfolgreich von den Schülerinnen und Schülern gemeistert werden, wenn Sprach- und Lesekompetenz bereits früh im Unterricht gefördert und langfristig trainiert wird.
Die Schulleitung der Uhlandschule
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