Wahrnehmungsschulung

 

 

© Rebekka Kübler, März 2004

 

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Ziele:

·        Wirkung im Raum wahrnehmen

·        Individuelle Haltung des Wohlfühlens finden

·        Wirkung auf andere wahrnehmen

·        Genaues Beobachten

·        Imitieren

·        Sich auf einen Partner einlassen

·        Verbesserung der optischen und visuellen Wahrnehmung

·        Imitieren von Gefühlszuständen

·        Erkennen von Gefühlszuständen

·        Wahrnehmung und Interpretation des Gegenübers

·        Ausdrücken der eigenen Gefühle

·        Schilderung eines Vorgangs

·        Gefühle anderer Personen verstehen

·        Sich in andere Personen hineinversetzen

·        Wahrnehmung der eigenen Person in einer Gruppe

·        Blickkontakt aufnehmen und halten

·        Erkennen der Blickrichtung

 

Methoden:

 

Übersicht:

Körpersprache

Nähe und Distanz

Blickkontakt

Mimik und Gestik

Erkennen und Imitieren

Wahrnehmen und Äußern

Raumverhalten/ Körperhaltung

Wirkung der Haltung

Bewegung im Raum

 

Die Methoden werden nun im einzelnen dargestellt und kurz beschrieben:

 

 

Körpersprache: Nähe und Distanz

 

Es stellen sich Schülerpaare im Abstand von zwei Metern einander gegenüber. In einer ersten Übung halten die Partner Blickkontakt und gehen soweit aufeinander zu, bis einer der Partner die Nähe des anderen als gerade noch akzeptabel verspürt. Nun sollen beide Partner die optimale Distanz finden, bei der sich beide wohlfühlen und den Abstand zueinander messen und notieren. In weiteren Übungsphasen führen die Schüler diese Übung ohne Blickkontakt und mit wechselnden Partner durch. Während der Übungsphasen darf nicht gesprochen werden, damit verbale Äußerungen zur Klärung der Situation ausgeschaltet werden. In der anschließenden Reflexionsphase äußern die Schüler ihre Wahrnehmungen und versuchen anschließend diese auszuwerten. Ziel dieser Übung ist es, dass den Schülern bewusst wird, dass soziale Nähe sowohl von der Art der Beziehung, als auch von der eigenen Person abhängig ist. Sie lernen die Körpersprache des anderen richtig einzuschätzen und erlangen dadurch Sicherheit im Verhalten gegenüber einem oder mehreren Gesprächspartnern.

 

 

Blickkontakt:

Spiegelbild

 

Bei dieser Übung stehen sich immer zwei Kinder gegenüber. Ein Schüler gibt Bewegungsabläufe oder Haltungen vor, während der andere versucht diese möglichst zeitgleich nachzumachen, also das Spiegelbild des anderen darstellt.

 

 

 

Körpersprache:

Gefühle der Nähe wahrnehmen und ausdrücken

 

Die Kinder finden sich in einem Stehkreis um einen auf dem Boden markierten Punkt herum zusammen. Die Lehrerin schildert eine Situation am Schulbus und erklärt, das die Markierung die Schulbustüre darstellt und alle in den Bus wollen. Den Kindern wird erklärt, dass in diesem Spiel Drängeln nicht nur erlaubt, sondern unbedingt erwünscht ist. Es werden Regeln vereinbart, die Verletzungen ausschließen. Das Spiel wird nach 2 Minuten beendet. Nach einer Verschnaufpause können spontane Äußerungen zu diesem Spiel gemacht oder beobachtete Regelverstöße angesprochen werden. Abschließend werden folgende Punkte angesprochen:

- Gefühle beim Drängeln

- Was hat Spaß gemacht?

- Was hat mir nicht gefallen?

- Wie fühle ich mich jetzt?

 

 

Blickkontakt:

Blinzeln

 

Die Kinder stehen im Stuhlkreis immer paarweise hintereinander. Wobei der hintere Partner der „Aufpasser“ ist. Dieser versucht seinen Partner durch Festhalten am Weglaufen zu hindern. Der „Aufpasser“ muss seine Arme auf dem Rücken halten und darf sie erst beim Zublinzeln nach vorne nehmen. Ein Kind steht alleine da und eröffnet das Spiel, indem es durch Zublinzeln versucht ein Kind zu sich zu locken.

 

 

Mimik und Gestik:

Gefühle erkennen und imitieren

 

Zwei Kinder sitzen sich gegenüber. Ein Kind beginnt Gefühlszustände mimisch darzustellen, während das andere Kind diese Gefühlszustände imitiert und dann die Gefühle benennt. In einem zweiten Schritt werden die Gefühlszustände nicht mehr imitiert, sondern sollen direkt aus dem Gesicht des andern gelesen werden.

 

 

 

 

 

 

Erkennen und Imitieren:

Malen im Spiegel

 

Zwei Kinder sitzen sich an einem Malblatt gegenüber. Die Mitte des Blattes ist durch einen  Strich gekennzeichnet und stellt den Spiegel dar. Ein Kind beginnt mit dem Malen. Es setzt am Spiegel an und zeichnet eine Linie, die wieder zum Spiegel führt. Das andere Kind setzt den Stift an der gleichen Stelle an und malt zur gleichen Zeit spiegelbildlich die Linie.

 

 

Raumverhalten/Körperhaltung:

Wirkung und Haltung

 

Ein Schüler stellt sich in unterschiedlichen Haltungen vor die Klasse und verharrt mindestens eine Minute in jeder Haltung. Anschließend äußert dieses Kind seine Gefühle und beschreibt die Haltungen in der es sich wohlgefühlt hat. Nun gibt die Klasse Rückmeldung über die Wirkung der einzelnen Haltungen.

 

 

 

 

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