SCHULCURRICULUM DER UHLANDSCHULE

METZINGEN-NEUHAUSEN/GLEMS

 

 

 

 

 

Vorbemerkungen:

 

 

Das hier vorgelegte Schulcurriculum hat bis auf Weiteres einen vorläufigen Charakter.

 

Dies begründet sich dadurch, dass noch keine Erfahrungswerte zur Verfügung stehen, wie viel Zeit für das verbindlich vorgeschriebene Kerncurriculum benötigt wird und wie viel Zeit somit für das schulspezifische Curriculum übrig bleibt.

 

Des Weiteren wird der neue Bildungsplan stufenweise im Jahresrhythmus eingeführt, so dass erst im Schuljahr 2007/08 eine neunte Hauptschulklasse nach dem neuen Plan unterrichtet wird. Da unser Schulcurriculum einen aufbauenden Charakter hat, ist es notwendig, eine durchgehende Planung von Klasse 1 bis Klasse 9 zu projektieren. Vor diesem Hintergrund muss eine ständige Anpassung und Veränderung unabdingbar erscheinen, so dass ein annähernd endgültiges Schulcurriculum sich erst im Laufe von einigen Jahren herausbilden wird.

 

Ähnliches gilt für das „Umbrechen“ der Kontingentstundentafel. Auch hier will die Uhland-schule erst mit gemachten Erfahrungen in eine Veränderung der Jahrgangsstundentafeln ein-treten.

 

 

 

 

Das „Vorläufige Schulcurriculum der Uhlandschule“ gliedert sich in folgende Abschnitte:

 

 

1.  LEITBILD DER UHLANDSCHULE

2.  PROFILLINIE DER UHLANDSCHULE

3.  STUNDENPLANORGANISATORISCHE BESONDERHEITEN

4.  CURRICULARE INHALTE DER EINZELNEN BAUSTEINE

 

 

 

 

 

1. LEITBILD DER UHLANDSCHULE

 

 

Die Uhlandschule ist eine humane Leistungsschule.

 

Human ist das Miteinander aller am Schulleben Beteiligten.

 

Höflichkeit und gegenseitige Wertschätzung prägen das Schulklima.

 

Schülerinnen und Schüler werden entsprechend ihrem individuellen Leistungsvermögen gefördert und gefordert.

 

Die Uhlandschule stellt für ihre Schülerinnen und Schüler eine bestmögliche Ausbildung für das Leben in Beruf und allen Bereichen der Gesellschaft bereit.

 

Unterrichtung und Erziehung stehen gleichgewichtig nebeneinander.

 

 

Diese Grundsätze sind auch in den folgenden Bausteinen der Profillinie

als programmatische Schwerpunkte wiederzufinden:

 

 

 

 

2. PROFILLINIE

 

-         Förderung der Sprachkompetenz

 

-         Stärkung der Friedensfähigkeit

 

-         Medienerziehung und Methodenkompetenz

 

-         Schulanfang auf neuen Wegen (nur in Glems)

 

 

 

3. STUNDENPLANORGANISATORISCHE

    BESONDERHEITEN

 

SCHULANFANG

 

Es gehört zu dem pädagogischen Konzept der Uhlandschule, dass der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule fließend erfolgen soll. Deshalb gilt für den Beginn in

Klasse 1, dass die Schülerinnen und Schüler in den ersten zwei Wochen jeweils nur in hal-

ber Klassenstärke für die halbe tägliche Schulzeit einbestellt werden. Bei Kindern mit Be-treuungsbedarf im Rahmen der „Verlässlichen Grundschule“ werden Einzelfallregelungen organisiert.

NACHMITTAGSUNTERRICHT

 

Der Bildungsplan 2004 fordert vermehrt die Kooperation mit außerschulischen Partnern sowie das projektartige Arbeiten. Vorrangig die Zusammenarbeit mit Partnern bei außer-unterrichtlichen Veranstaltungen ist oft nur nachmittags möglich. Um die problemlose Teilnahme aller Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen, wird in den Grundschulklassen in der Regel an einem Nachmittag Unterricht eingerichtet. Diese Zeit kann dann auch von Fall zu Fall für die Arbeit in Projekten genutzt werden.

Diese stundenplantechnische Maßnahme muss auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass durch die Einführung des verbindlichen Englischunterrichts in der Grundschule die Wochenstundenzahl um zwei Stunden erhöht wird und aus diesem Grund ein Nachmittags-unterricht zwingend erforderlich wird.

 

 

 

 

4. CURRICULARE INHALTE DER EINZELNEN

    BAUSTEINE

 

 

    4.1 Sprachförderung

    4.2 Erziehung zur Friedensfähigkeit

    4.3 Medien- und Methodenkompetenzen

 

 

                                      4.1 Sprachförderung

 

Gültig für alle Klassen:

 

·        Schüler setzen Präpositionen richtig ein! (Bei Vermeidung der Präposition muss diese eingefordert werden.)

·        Schüler bilden keine Sätze mit „tun“.

·        Schüler vermeiden sinnentleerte Wörter wie „cool“ und „geil“.

·        Schüler ersetzen Schimpfwörter durch angemessene Wörter.

·        Schüler achten auf die Bildung ganzer Sätze.

·       Schüler achten bei Personenaufzählungen darauf, sich nicht selbst zuerst zu nennen („Der Esel nennt sich selbst zuerst!“)

·        Schüler sollen Relativpronomen richtig einsetzen („die wo“, „der wo“ vermeiden).

 

 

4.1.1  Kl. 1/2 und 3/4

 
Cross-Age-Teaching/Präsentation

- Die Sch. können jahrgangsübergreifend nach unten und

  oben vortragen: Lieder, Gedichte, Szenen, Theaterstücke.

- Die Sch. geben qualifizierte Rückmeldung: Stärken und Schwächen

                       benennen und Fragen stellen.

 

Lesekompetenz

-   Feste Vorlesezeiten

-   Freie Lesezeiten

-   Die Schüler lesen eine Ganzschrift.

-   Die Schüler stellen eigene Bücher vor und geben qualifizierte Rückmeldung.

-   Die Schüler benutzen die Bibliothek (Kl. 1/2: Neuhausen, Kl. 3/4: Metzingen).

 

Freies Schreiben/Kreatives Schreiben

Die Schüler können kreativ eigene Geschichten und Heftchen herstellen und vorstellen (Kl. 4: Klassenzeitung).

 

4.1.2       Kl. 5/6

 

Cross-Age-Teaching/Präsentation

- Die Sch. können jahrgangsübergreifend nach unten und

               oben vortragen: Gedichte, Szenen, Theaterstücke, Referate.

- Die Sch. geben qualifizierte Rückmeldung: Stärken und

               Schwächen benennen und Fragen stellen.

 

Lesekompetenz

- Lesecurriculum: Die Schüler festigen ihre Lesetechnik und üben

              sich verstärkt im sinnentnehmenden Lesen.

- Freie Lesezeiten

- Die Schüler lesen eine Ganzschrift.

- Die Schüler stellen Bücher vor und geben qualifizierte

              Rückmeldung.

- Die Schüler benutzen die Metzinger Bibliothek.

 

Mündliche Sprachkompetenz (Anlage)

a) Wahrnehmungsschulung

- Körpersprache (Nähe und Distanz, Blickkontakt)

- Mimik und Gestik (Erkennen und Imitieren, Wahrnehmen u. Äußern)

- Raumverhalten/Körperhaltung (Wirkung der Haltung, Bewegung im Raum)

b) Sprechübungen

     - Atmung (Atemanpassung, - kontrolle, - volumen)

-                    - Artikulation und Modulation (Zungenbrecher, Sprechen mit einem Korken)

           - Sprech- und Zuhörübungen (Nachsprechen, Zuhören und Wiedergeben)

c) Freies Sprechen/Miteinander Reden

     - Sprech-/Redeanlässe (Klassenrat, Fragenstellen und Bedanken, Tisch-

-                      kommunikation), Beschreiben (Barfußpfad, Fühlbox, Gipsmasken, Bilddiktat)

     - Satzanfänge (Verkaufsgespräche)

     - Die Schüler gehen sprachlich höflich miteinander um.

 

 

Wortschatzerweiterung

Die Schüler erweitern ihren Wortschatz mit Hilfe von Wortschatzlisten (Quelle: Texte aus dem Unterricht).

- Grundwortschatz sichern und erweitern

- Fachwortschatz aufbauen

- Die Schüler führen einen Ordner für Wortschatzlisten.

- Die Schüler zeigen in Wortschatztests ihre Kenntnisse.

 

 

Klasse  7/8/9

 

Wortschatzerweiterung

Die Schüler erweitern ihren Wortschatz mit Hilfe von Wortschatzlisten (Quelle: Texte aus dem Unterricht).

- Grundwortschatz sichern und erweitern

- Fachwortschatz aufbauen

- Die Schüler führen den Ordner für Wortschatzlisten weiter.

- Die Schüler zeigen in Wortschatztests ihre Kenntnisse.

 

Dilemma-Geschichten

Die Schüler können mit Hilfe von Dilemma Geschichten moralische Positionen beziehen und argumentativ vertreten.

 

Metakommunikation

- Beobachten und Beschreiben üben

- Unterschied zwischen Beobachtung (Was sehe ich?) und Interpretation (Was denke

   ich?) kennen

- 4 Seiten einer Nachricht kennen

 

Cross-Age-Teaching/Präsentation

- Die Sch. können jahrgangsübergreifend nach unten und

  oben vortragen: Gedichte, Szenen, Referate, Präsentationen.

- Die Sch. geben qualifizierte Rückmeldung: Stärken und

  Schwächen benennen und Fragen stellen.

 

Berufswegeplanung

- Benimm-Unterricht

- höfliches und selbstsicheres Auftreten

- sich situativ angemessen kleiden

-               - Rollenspiele zum Vorstellungsgespräch

 

Konzeptionelle Schriftlichkeit

Konzept wird ab Schuljahr 2004/05 mit Kl. 7 in den folgenden drei Jahren erarbeitet (Sprachprojekt).

 

4.2 Erziehung zur Friedensfähigkeit

(personale und soziale Kompetenzen)

 

Die Schüler sollen eine gefestigte, stabile Persönlichkeit entwickeln. Sie sollen sich selbst und andere in der jeweils unterschiedlichen Interessenlage wahrnehmen. Hierdurch wird die Möglichkeit geschaffen, Konfliktsituationen gewaltlos zu bewältigen. Kritik soll konstruktiv geäußert und offen entgegen genommen werden.

 

Diese Zielsetzung soll umgesetzt werden durch:

 

Programme:

-         Faustlos (Kl. 1 – 3)

-         Klassenrat ab Kl. 5

-         Streitschlichterausbildung Kl. 7

 

Einüben von Umgangsformen:

-          Schimpfwörter vermeiden

-         grüßen

-         sich gegenseitig helfen

-         Tischmanieren beherrschen

-         Sich angemessen kleiden

-         Rücksicht nehmen

o       - auf sich selbst

o       - auf andere

o       - auf die Umwelt

 

 

Stärkung von Selbstvertrauen/Selbstwertgefühl und Teamfähigkeit

 

-         erlebnispädagogische Elemente

-         Sport- und Spieltag (Kl. 1/2 mit Glems)

-         jahrgangsübergreifende Wandertage/Aktionstage

-         gemeinsame Feiern

-         Kennenlerntage (Kl. 5)

 

 

Aktive und sinnvolle Pausengestaltung

 

-         Ruhezone: Klassenzimmer im Grünen

-         Tischfußball im Pausenraum

-         Fußball spielen bei der Sporthalle

-         Kleinspielgeräte der Klassen zur Nutzung auf dem Pausenhof

-         Pausenhofgestaltung von Schülern für Schüler

 

 

 

 

 

4.3 Medien- und Methodenkompetenz

 

 

Dieser Bereich gliedert sich in fünf Abschnitte:

 

4.3.1 Umgang mit dem PC

4.3.2 Bücherei

4.3.3 Präsentationsmedien

4.3.4 Nachschlagewerke

4.3.5 Methoden

 

 

4.3.1 Umgang mit dem PC

 

Kl. 1/2       

- Einführung in den Umgang mit dem PC

-         Schüler bedienen einfache Lernprogramme.

-         Schüler können einfache Texte schreiben und drucken.

 

Kl. 3/4       

- Schüler beherrschen den Umgang mit der Tastatur in Grundzügen.

                        - Schüler kennen folgende Begriffe:      Tastatur, Monitor, Drucker, Maus.

 

Kl. 5/6       

- Schüler schreiben mit dem Zehn-Finger-System.

- Internetseiten können aufgerufen werden.

- Schüler können Informationen aus vorgegebenen

  Internetseiten entnehmen.

-         Schüler können digitale Lexika (Encarta) einsetzen.

 

Kl. 7/8/9    

- Schüler können mit Hilfe von Suchmaschinen gezielt

  nach Informationen suchen.

- Anwendungsprogramme: Word/Excel/Power-Point

- Steuerprogramme bedienen und programmieren

 

 

4.3.2 Bücherei

 

Kl. 1/2       

-         Schüler können selbständig Bücher ausleihen (Neuhausen).

-          

Kl. 3/4       

- Schüler können selbständig Bücher ausleihen (Metzingen).

- Schüler finden sich selbständig in der Bücherei zurecht (Metzingen).

Kl. 5/6       

- Schüler finden gezielt Literatur zu vorgegebenen Themen (Metzingen).

 

Kl. 7/8/9    

- Schüler finden gezielt Literatur zu vorgegebenen Themen (Reutlingen).

- Schüler kennen die einzelnen Sparten einer Zeitung.

 

 

 

4.3.3 Präsentationsmethoden

 

Kl. 1/2       

- Schüler erstellen ein Themenheft.      

Kl. 3/4       

- Schüler können einfache themenorientierte Plakate gestalten.

Kl. 5/6

- Schüler können bei Referaten gezielt Plakate und Darstellungen über den

  OHP einsetzen.

Kl. 7/8/9     

- Schüler können verschiedenartige Medien bei Präsentationen einsetzen.

 

 

 

4.3.4 Nachschlagewerke

 

Kl. 1/2       

- Schüler können mit einfachen Nachschlagewerken

  umgehen

Kl. 3/4       

- Schüler beherrschen den Umgang mit umfangreicheren

              Lexika/Nachschlagewerken

Kl. 5/6       

- Siehe PC

 

 

4.3.5 Methodenkompetenz

 

Kl. 1 - 9

Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten in Form von

-         Tages-/Wochenplan,

-         Freiarbeit

-         Stationenarbeit

 

Anwendung von standardisierten Lösungswegen zu

-         Informationsentnahme aus Texten

-         Darstellung von Rechenweg und Lösung bei Textaufgaben in Mathematik

 

Visualisierungstechniken

            Plakatgestaltung (Schriftgröße, Farbe, Aufteilung . (Kl. 4)

            Cluster             (Kl. 4)

            Mind-Map       (Kl. 5)

            Power-Point    (Kl. 9)

 

 

 

Beratung und zustimmende Beschlussfassung durch die schulischen Gremien:

 

Gesamtlehrerkonferenz am 28. Juni 2004

Anhörung im Elternbeirat am 30. Juni 2004

Schulkonferenz am 21. Juli 2004.

 

 

 

Der Schulleiter

 

 

 

M. Thiedemann

(Rektor)