II.
Didaktische Bausteine
1. Curriculum zur
„Förderung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit“ und zur
„Verbesserung der
Rechtschreibung“
Der Schwerpunkt lag
in diesem Jahr bei der Förderung der mündlichen Kommunikationsfähigkeit.
Dazu hat unsere Lehreranwärterin, Frau Rebekka Kübler, ein Curriculum
entwickelt, das sich über das Schuljahr erstreckte. Es geht von einem
Kommunikationsbegriff aus, der sowohl das verbale als auch das nonverbale
Kommunizieren umfasst. Ferner wurden Artikulationsübungen zur besseren
Lautwahrnehmung durchgeführt. Diese dienten auch der Verbesserung
der Rechtschreibung. Dokumentiert wurde dies in der Hausarbeit von Frau
Kübler, die öffentlich präsentiert wurde.
(è
Konzept zur Förderung
der mündlichen Ausdrucksfähigkeit. Die Anlage ist ein
Element der Hausarbeit zur Zweiten Dienstprüfung).
2. Erweiterung
des Wortschatzes
Zur Wortschatzerweiterung
wurden die bereits in Kl. 5 eingeführten Methoden fortgesetzt (vgl.
Bericht zum 1. Jahr des Sprachprojekts):
è
vgl. Übersichtsseite Fach Deutsch
-Wörterlisten
in verschiedenen Fächern
-Wörter
im Kontext
-Wörtertest
-Satzanfänge
3. Weitere Maßnahmen
zur Sprachförderung im Fach Deutsch
-Unterrichtsbaustein
Ganzschrift „Ronja Räubertochter“ v. Astrid Lindgren
-Buchvorstellungen
während des gesamten Schuljahres als „Element des freien Sprechens“
-Briefprojekt
GHS Neuhausen und GHS Großbettlingen
-
Autorenlesung
-
Theaterbesuch: Max Eipp spielt Texte von Peter Bichsel
5. Synergetische
Effekte durch Zusammenarbeit mit anderen Fächern
-Mathe
-Biologie
-Erdkunde
-Bildende
Kunst
6. Erlebnispädagogische
Elemente zur Sprachförderung
Ein weiterer Schwerpunkt
lag in der Förderung des Selbstvertrauens. Nur wer über das nötige
Selbstvertrauen verfügt, „traut“ sich etwas zu, „traut“ sich zu sprechen,
etwas vorzutragen, zu fragen oder zu präsentieren. Für diese
Zielsetzung gab es zwei erlebnispädagogische Auf-enthalte in einem
Schullandheim. Die dortigen Aktionen waren nur zu bewältigen, wenn
die Kommunikation zwischen den verschiedenen Teammitgliedern erfolgreich
ablief.
è
Übersichtsseite mit Links über Erlebnispädagogik und Sprachförderung
-Didaktische
Begründung
-Kurzschullandheim
vom 22. – 24.9.2003
-
3-Tages-Planung
-
Orientierungslauf
-
Niederseilparcours
-
Baumklettern
-
Auswertung/Reflexion
-Schullandheim
vom 19. – 23.7.2003
-
Wochenplan
-
Vorbereitung der Expedition
-
Durchführung der Expedition
-
Reflexion
Die Anlagen stammen
von unserem Lehreranwärter Karl Heinz Wetterauer. Er behandelte dieses
Thema ausführlich in seiner Hausarbeit zur Zweiten Dienstprüfung.
An der Durchführung der beiden Schullandheimaufenthalte war das gesamte
Klassenlehrerteam beteiligt: Frau Sabine Bay-Bantle, Frau Rebekka Kübler,
Herr Karl-Heinz Wetterauer.
a) Sprachprojektklasse
Eine individuelle
Lernstandsdiagnose für den Beginn des 6. Schuljahres liegt in
Form des Hamburger Schulleistungstests B vor, der am Ende von Kl. 5 durchgeführt
wurde. Da für die Evaluation am Ende von Kl. 6 keine geeigneten Diagnoseinstrumente
vorlagen, wurde ein individueller Beobachtungsbogen
für jeden Schüler ausgefüllt. Diese individuellen Beobachtungsbögen
sollen als Portfolio fortgeführt werden.
Lesen:
Am Ende des 6. Schuljahres sind die meisten Schülerinnen und Schüler
in der Lage, altersgemäße Texte flüssig zu lesen und deren
Sinn zu erfassen. Sie nutzen die Stadtbücherei in Metzingen selbständig,
auch für Recherchen zu Unterrichtsthemen.
Mündliche
Kommunikation: Die Klasse ist
nach diesem Schuljahr daran gewöhnt, in ganzen Sätzen zu sprechen,
ohne dass dies ständig vom Lehrer angemahnt werden muss. In Gesprächsrunden
können sie gezielt Rückmeldung geben und sich präziser
ausdrücken als zu Beginn des Schuljahres. Es zeigt sich allerdings,
dass der neu zu erlernende Fachwortschatz, bzw. den Schülern
zuvor unbekannte Redewendungen und Wörter sehr häufig
wiederholt werden müssen, um in deren aktiven Wortschatz aufgenommen
zu werden.
Bei Verständnisproblemen
fragen inzwischen alle Schülerinnen
und Schüler selbstbewusst nach und keiner muss Angst haben, von den
anderen bloßgestellt zu werden. Die meisten Schüler trauen sich
vor der Klasse Probleme zu benennen, die dann im Klassenrat besprochen
werden. Dabei ist der Umgang miteinander vorwiegend rücksichtsvoll
und fair. Dies war auch bei der Outdoor-Aktion zum Ende des Schuljahres
gut zu beobachten. Die Schülerinnen und Schüler halfen sich gegenseitig
und waren auch bereit Hilfe anzunehmen. (So trug z. B. ein Mädchen
den Rucksack eines kleineren und schwächeren Mitschülers über
eine große Wegstrecke.) Auch nach teilweise harten Auseinandersetzungen
(Gruppenspaltung beim Orientierungslauf) waren die Schülerinnen und
Schüler in der Lage, anschließend wieder in
einer angemessenen
Art und Weise miteinander zu kommunizieren und im Team zu arbeiten
(ein Lager für die Nacht zu bauen).
b) Uhlandschule
Metzingen-Neuhausen insgesamt
Durch die außerordentlich
engagierte Arbeit unserer Lehreranwärter Frau Rebekka Kübler
und Herr Karl-Heinz Wetterauer, durch die öffentlichen Präsentationen
ihrer beiden Hausarbeiten vor dem Kollegium sowie durch Berichte über
die Arbeit in der Sprachprojektklasse in der Gesamtlehrerkonferenz wurde
das Interesse vieler Kolleginnen und Kollegen an der Arbeit im Sprachprojekt
vertieft. Es herrscht inzwischen Konsens über die Bedeutung der Sprachförderung
in der gesamten Uhlandschule, so dass die Sprachförderung ein wichtiges
Element des Schulprofils darstellt. Als solches prägt es auch das
Schulcurriculum
der Uhlandschule Metzingen-Neuhausen, das anlässlich der Einführung
der neuen Bildungspläne erstellt wurde.
Metzingen,
den 14.9.2004
Manfred
ThiedemannHelga Wolz
RektorKonrektorin