Ein Bericht von Ulrich Steinestel, Klassenlehrer der Kl. 9 an der Uhlandschule Neuhausen
In den knapp vier Wochen vor den Osterferien
2003 begann die Prüfungsphase für die Abschlussklasse
9 in der Hauptschule. Die Schüler hatten ihre erste Prüfung als
„Themenorientierte Projektprüfung“ zu bestehen, welche dieses
Frühjahr zum zweiten Mal in dieser Form an den Hauptschulen des Landes
durchgeführt wurde.
Dabei konnten die Schüler sich ein
Thema selbst stellen, welches zuerst genehmigt werden musste und das dann
in einer drei- bis fünfköpfigen Kleingruppe zu bearbeiten war.
Ein wesentliches Ziel war es, dass
die Gruppen jeweils ihr Thema beschreiben sowie theoretisch und praktisch
erarbeiten und präsentieren mussten. Dafür hatten die Projektgruppen
zunächst Informationen und Material einzuholen und auszuwerten.
Außer der Informationsauslese und
deren Verschriftung war es eine weitere Aufgabe, einen praktischen Teil
zu planen und durchzuführen. Schließlich sollte die gesamte
Arbeit sowohl in einer Dokumentationsmappe als auch in einer Präsentation
vor den prüfenden Lehrern dargestellt werden.
Diese hohen Anforderungen
und Zielsetzungen hatten alle Themengruppen überzeugend und
erfolgreich erreicht!
Dabei kam es besonders auf Qualifikationen
wie Teamarbeit und arbeitsteilige Verständigungen, auf das Einbringen
eigener Fähigkeiten und Kenntnisse und auf das selbständige Erarbeiten
von Sachzusammenhängen an.
Bei den Präsentationen in
Wort, Bild und mit mancherlei Medieneinsatz bewiesen die Schüler ihr
im Fachunterricht oder während des Projektes erlerntes Fach- und Methodenwissen
sowie ihre Fähigkeit, multimediale Präsentationsmöglichkeiten
passend und wirkungsvoll einzusetzen.
In der Woche vor den Osterferien 2003 wurden
die Ergebnisse der Gruppen präsentiert, in die wir hiermit einen kleinen
Einblick geben möchten:
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„Skateboardfahren
– New School & Old School“
Die Geschichte und der Aufbau des Skateboards,
diverse Sprung- und Akrobatik-Bezeichnungen sowie perfekt in die
Powerpoint-Präsentation
eingearbeitete, selbstgedrehte Videos und auch Informationen
über die Modekleidung dieses Trendsportes - über ihr Hobby konnten
Simon M., Tobias G. sowie (auf dem Bild zu sehen) Nils W. (re) und Daniel
H. (li) sehr viel berichten.
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| „Leben
und Kultur auf dem Balkan“
Diese Schülergruppe beschäftigte
sich mit ihrer Herkunft bzw. ihren Heimatländern und den damit
verbundenen Unterschieden, Besonderheiten und Gemeinsamkeiten.
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![]() Mejrem M., Alem H., Katerina D., Ana M. und Fluturije B. (von li) berichteten über den „Balkan“.
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„Kindergeburtstagsfeiern
- früher und heute“
Mit einem selbst geplanten und durchgeführten
Kindergeburtstagsfest stellte diese Gruppe ihr Können unter Beweis.
Interviews
mit Müttern, Kindern, Erzieherinnen und über 80 Jahre alten Gesprächspartnern,
Vergleiche mit Partyservice-Angeboten und dem etwas anderen Feiern
in Angola und noch manche Facetten mehr sowie
Spiele und Selbstgebackenes
präsentierten Lena H., Helene K., Elke K., Manuela K. und Ramona S.
Hier links sieht man die Kinderfestgruppe mit den eingelandenen Kindern aus der ersten Klasse beim Schmausen.
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| „Verschiedene
Antriebsarten im PKW“
Ob Front-, Heck- oder Allradantrieb, diese Gruppe „kniete“ sich ganz heftig in das doch recht schwierige Thema so hinein, dass sogar manch technisch unversierter Lehrer das Prinzip und die Funktionsweise verstanden hat (und das will mitunter schon etwas heißen). Mit Folien, Bildern und selbstgebauten
Modellen wurde das niveauvolle Thema anschaulich dargestellt
von Ahmet Y., Florian N., Tobias F. (von li nach re) sowie Daniel F. (der
leider nicht auf dem Bild ist).
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Achim J., Driton D. und Heiko B. |
„Der SSV
Reutlingen – ein bedeutsamer Fußballverein in unserer Region“
Die drei selbst fußballbegeistertenSchüler
beleuchteten ihr Thema von vielen Seiten: Von der Vereinsstruktur
über den Aufbau der Mannschaft, den Berufsalltag eines Profifußballers
bis hin zu einer selbst mit Mitschülern erprobten Trainingseinheit,
die ein Profi vom SSV RT, der anwesend war, kommentiert hatte und den sie
vor anderen interviewen konnten – da war alles Wichtige dabei. Selbst die
kompliziert zu erklärende Abseitsregel konnten sie unter Einsatz
verschiedenster Mittel den nachfragenden Lehrern anschaulich machen.
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Maria K., Nicole B. (Bildmitte) und Manuel S. (nicht auf dem Bild) beim Erklären japanischer Speisen, die von den Lehrern auf traditionelle Weise gekostet werden konnten. |
„Japanische
Kultur“
Über Geographisches und weitere
allgemeine Informationen hinausgehend zeigten die Schüler dieser Gruppe
Einblicke in Alltagsleben und Kultur in Japan: Höflichkeitsgebräuche
und Origami-Schmuck, Entschlüsselung von Schriftzeichen
und die Bedeutung von traditioneller Kleidung (am Beispiel einer Kimono-tragenden
Geisha) sowie schließlich selbst zubereitete Speisen.
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