Pressebericht über die Eröffnung des Tischkickerraumes

Artikel vom 09.03.2004 aus SÜDWEST AKTIV
>>> Metzinger-Uracher Volksblatt/Der Ermstalbote /  <<<

UHLANDSCHULE / Aktivraum passend zum Friedensprofil
Dampf ablassen beim Tischkick
Für ehemaligen Kohlenkeller mussten Eingang und Notausgang gebaut werden

Die Uhlandschule in Neuhausen hat einen neuen Aktivraum mit zwei Tischkickern. Nach langer Bauzeit mit mehreren Unterbrechungen konnte er vergangene Woche mit einem Kickerturnier eröffnet werden. Auch dieser Raum passt zum friedensfördernden Schulprofil, denn in ihm kann überschüssige Aktivität ausgelebt werden.

ANJA MADER

Mit einem Tischkickerturnier wurde der neue Aktivraum eingeweiht. FOTO: ANJA MADER
 

NEUHAUSEN Ab sofort kann in der Uhlandschule in Neuhausen gekickert werden, der Dank dafür gehört der Stadt Metzingen, aber auch dem Freundeskreis der Uhlandschule, die dafür gesorgt haben,  dass der neue Aktivraum eine Einrichtung erhält. Vor zweieinhalb Jahren war die Schulleitung mit ihrem Anliegen für diesen Aktivraum bei der Stadt, denn man ist bestrebt, "jeden Quadratmeter, den wir haben, zu nutzen", so Schulleiter Manfred Thiedemann.

Bei diesem Raum war die Nutzung aber bisher nicht möglich, denn es handelte sich um einen alten Kohlekeller ohne Zugang. Darum musste erst einmal gründlich umgebaut werden, ein Eingang und ein Notausgang wurden geschaffen, außerdem wurde ein Boden und eine Decke eingebaut. Die Arbeiten verzögerten sich immer wieder, etwas, wofür die Uhlandschule volles Verständnis zeigt,."Die Stadt ist einfach überlastet", so Thiedemann. Umso  froher ist man, dass man den Raum überhaupt erhalten hat, "wir sind dankbar, dass der Bau in diesen schwierigen Zeiten überhaupt ermöglicht wurde", so Thiedemann.

Nach dem Bau des Raumes, war das Budget allerdings aufgebraucht, und hier sprang dann der Freundeskreis in die Presche. Für knapp 1 000 Euro hat er zwei Tischkicker gekauft, an denen die Schüler in Zukunft ihre Pausen verbringen können.

Friedensförderung

Dabei war es von Anfang an wichtig, "den Raum ins Schulprofil einzubetten", so Schulleiter Manfred Thiedemann. Dieses Profil ist auf Friedensförderung angelegt, die Schüler sollen in den Pausen die Möglichkeit haben, Dampf abzulassen und den Bewegungsüberschuss, der während des Unterrichts entsteht, abzubauen- und das auf nicht-aggressive Weise. Durch den Aktivraum wird der Pausenhof weiter entzerrt, die Schüler haben mehr Platz für verschiedene Tätigkeiten. Dabei gehört dieses Zimmer zu einer Reihe von Maßnahmen der Pausengestaltung, die alle aufeinander abgestimmt sind. So wurde zum Beispiel schon ein Fußballplatz geschaffen, und mit einer zusätzlichen Pausenaufsicht versehen, es gibt ein Klassenzimmer im Grünen, das als Ruhezone dient, und vor kurzem haben die Grundschüler vom Elternbeirat Bewegungsspiel bekommen. Um mehr Zeit für die Spiele und zur Bewegung zu haben, wurde zudem die große Pause um fünf Minuten auf 20 Minuten verlängert.

Der Aktivraum mit den Tischkickern ist für die Klassen fünf bis neun bestimmt, dabei hat jeden Tag eine andere Klassenstufe das Nutzungsrecht, so hat es die SMV beschlossen, und auch die Selbstständigkeit der Schüler wird gestärkt, denn "die Aufsicht wird von ihnen selbst übernommen", erzählt Thiedemann. Für die Zukunft sind dann noch weitere Einrichtungsgegenstände geplant, doch wann sie angeschafft werden und was, ist noch nicht klar, ist es doch auch vom Etat abhängig. "Wir werden den Raum Zug um Zug weiter ausstatten, so wie es eben geht", sagt Thiedemann.

Beim Tischkickerturnier, das von der SMV veranstaltet und von Mitarbeitern des Jesus-House-Projekts unterstützt wurde, konnten die Schüler ihre neuen Spielgeräte gleich ausprobieren.

Erscheinungsdatum: Dienstag 09.03.2004


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