Metzinger Uracher Volksblatt am Donnerstag 28.07.2005

UHLANDSCHULE / Abschlussklasse verabschiedet
Mit erstklassigen Leistungen

 

"Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und allzeit gute Fahrt" wünschte traditionsgemäß Rektor Manfred Thiedemann am vergangenen Freitag der Abschlussklasse der Uhlandschule Neuhausen. Insgesamt wurden 19 Hauptschüler entlassen, deren Leistungen auch einem Pisa-Test gut standgehalten hätten.

 

NEUHAUSEN Bei der zentralen Hauptschulabschlussprüfung des Landes Baden-Württemberg erreichte die Klasse in Englisch und Mathematik je einen Klassendurchschnitt von 2,7 und in Deutsch von 2,2. So bedankte sich auch die Klassensprecherin Sarah Roos in ihrer Abschlussrede beim Schulleiter dafür, dass er es ermöglicht habe, dass die Klasse immer modernsten Unterricht genießen konnte.
Während einer eineinhalbstündigen Theateraufführung, die die Klasse mit der vom Freundeskreis der Uhlandschule engagierten Theaterpädagogin, Iréne Greiner, selbst geschrieben und eingeübt hatte, bewiesen die Schüler dann auch, dass Sie gelernt hatten, sicher aufzutreten. Mutig und kreativ zeigten sie szenisches Theater. Der Impuls dazu ging von dem im Deutschunterricht behandelten Heimkehrerdrama und Theaterstück "Draußen vor der Tür" von Wolfgang Borchert aus.
Die "Türe" wurde zum Symbol, das in verschiedenen Szenen dargestellt wurde: Nach der Verabschiedung stehen die Schüler vor der Schultüre, vor der Türe einer neuen Schule, vor einer Firmentür oder im Privaten vor Türen, in die sie gerne eingelassen werden würden. So gestalteten die Schüler beispielsweise eine Szene, in der sie "ihre eigene Tür als Symbol für die Zukunft" darstellten. Neben den häufig genannten Wünschen nach einem guten Ehepartner, Kindern, einem Haus, einem "geilen" Auto und einem Job gab es auch Lebenstüren, die nachdenklich stimmten: Ein Schüler sah seinen Lebensweg zwischen den beiden Extremen "Leben" und "Tod", ein anderer zwischen "Ordnung" und "Chaos".
 
Weitere Szenen befassten sich mit folgenden Themen: Szenische Interpretation des Textes "Immer schön in der Reihe bleiben" von Claus Bremer oder "Verlauf einer unglücklichen Liebe". Zum Thema "andere Länder" zeigten vier Schülerinnen unter anderem einen stimmungsvollen, farbenfrohen orientalischen Tanz.
Werner Stahl und Helga Wolz, die beiden Klassenlehrer, die die Klasse im Team geführt hatten, nahmen in ihrer Abschlussrede auf das Prägende der Schule Bezug. Symbolisch schenkten sie daher jedem Schüler bildliche "Eindrücke" in Form einer CD aus der Schulzeit und "Abdrücke" von versteinerten Muscheln aus dem schwarzen Jura der Schwäbischen Alb.
Martina Bösch, Elternvertreterin der Klasse und Elternbeiratsvorsitzende der Schule sprach den Dank der Eltern aus.
 
Den besten Zeugnisdurchschnitt hatte Sascha Maderer mit 1,5. Er bekam den Preis der Stadt Metzingen. Er erhielt zusammen mit Sarah Roos, die einen Schnitt von 1,6 erreichte, zusätzlich einen Buchpreis der Uhlandschule. Außerdem konnten folgende Schülerinnen mit einer Durchschnittsnote von 2,0 und besser eine Belobigung mit nach Hause nehmen: Michaela Hientz, Lavinia Testa und Laura Riexinger. 11 der insgesamt 19 Schüler wollen weiter zur Schule gehen, um einen mittleren Schulabschluss zu erreichen.

Erscheinungsdatum: Donnerstag 28.07.2005