UHLANDSCHULE / Rektor Manfred Thiedemann wurde für 40 Jahre Dienstzeit geehrt
Ein Rektor, der weiß, was er will
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Feier im Kreis des Kollegiums der Uhlandschule:
Schulamtsdirektor Horst Erdmann, Rektor Manfred Thiedemann mit Frau,
Pfarrer Thomas Baumgärtner.
FOTO: THOMAS KIEHL
Ein Hanseat im Schwabenalter - so wurde der Rektor der Uhlandschule gestern tituliert. In Bezug auf die Dienstzeit von Manfred Thiedemann trifft das zu. Er wurde gestern für 40 Jahre Dienstzeit mit einer Urkunde des Ministerpräsidenten (und einem Seemannslied) geehrt.
HANS-PETER JANS
NEUHAUSEN Die Urkunde des Landes überreichte Schulamtsdirektor Horst Erdmann vom ehemaligen Staatlichen Schulamt (jetzt "Amt für Schule und Bildung"). In seiner Laudatio lobte er, wie Rektor Manfred Thiedemann die Uhlandschule in Neuhausen in die "Pole Position unter den Schulen" gebracht habe. Er nannte die Pilotprojekte wie "Schulanfang auf neuen Wegen", "Schulen ans Netz" und die Förderung der Sprachkompetenz von Hauptschülern, die an der Uhlandschule aufgegriffen und umgesetzt worden sind.
Rektor Thiedemann hat zudem Aufgaben beim Schulamt übernommen und engagiert sich in der Lehrerausbildung. "Ich bin beeindruckt von der Arbeit, die sie leisten", sagte Schulamtsdirektor Erdmann. Und angesichts seines Verhandlungsgeschicks, das Thiedemann im Interesse seiner Schule an den Tag lege, erklärte er: "Sie sind ein Schulleiter, der weiß, was er will."
Der in Hamburg gebürtige Thiedemann hat, nach seiner Lehre als Buchhändler und einer Zeit bei der Bundeswehr, in Reutlingen studiert und trat in den Schuldienst ein. Seit 1978 ist er Konrektor an der Uhlandschule, seit 1993 Rektor.
Das wird er auch bleiben, denn "ich trete (noch) nicht in den Ruhestand", wie Thiedemann betonte. Trotz Pisa und allen Diskussionen darum hebt er darauf ab, dass sich die Kinder und Jugendlichen nicht verändert haben. "Man zieht sich heute anders an, aber die Probleme sind die gleichen." Sei die Beziehung zwischen Schülern und Lehrern in Ordnung, könne man auch richtig erziehen. Er dankte Schulamt und Stadt für die Unterstützung in all den Jahren. Lob zur guten Schulpolitik erhielt OB Dieter Hauswirth auch vom Schulamtsdirektor. Hauswirth selbst hält die "Uhlandschule für gut aufgestellt", verwies auf die Solaranlage, auf das vom Rektor betriebene Sponsoring und auf die neuen Medien in der Schule. "Das Erreichte zählt, und erreicht haben sie eine ganze Menge."
Dass Manfred Thiedemann von seinem Lehrerkollegium ein Buch erhielt, das "Pökeln und Räuchern" heißt, sollte nicht den Umgang des Rektors mit den Lehrern widerspiegeln. Er erhielt es, weil er Hobbykoch ist und zugleich Hanseat, der auch die Seemannssprache liebt, so Konrektorin Helga Wolz. Das Kollegium wünschte ihm deshalb in einem Lied "immer eine Hand breit Wasser unterm Kiel."
Erscheinungsdatum: Freitag 21.01.2005
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/SÜDWEST AKTIV - Copyright 2002 Südwest Presse Online-Dienste GmbH