
Erscheinungsdatum: Donnerstag, 05.05.2011
Neuhausen.
Im Rahmen der Projektprüfung in der Uhlandschule entschieden sich fünf von
sechs Schülergruppen für Themen,
durch die sie selbst Spuren in ihrer Schule hinterlassen werden. Eine Grundidee
macht Schule.
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War es im vergangenen Jahr nur
eine Gruppe, die den Grundgedanken von Rektorin Helga Wolz
aufgriff, durch die Projektprüfung Spuren an der Schule zu hinterlassen, sie
legte damals Kräuterbeete an, so ließen sich in diesem Jahr fast alle Gruppen
für diese Grundidee, etwas für die Schule zu tun, begeistern.
Allen Gruppen gemeinsam ist,
dass sie sich Themen ausgesucht haben, durch die sie etwas Bestehendes in der
Schule, das nicht mehr schön ist, erneuern oder restaurieren, beziehungsweise
dort, wo etwas fehlt, dieses selbst entwerfen und herstellen. Hierbei fanden
sie bei Handwerksbetrieben in Neuhausen und Metzingen und besonders beim
Metzinger Bauhof große Unterstützung. Fachleute berieten, legten selbst Hand
an, stellten Maschinen und Fahrzeuge zur Verfügung und spendeten Material oder
gaben Preisnachlässe.
Die Ergebnisse können sich
sehen lassen: Ein verwilderter Gartenbereich zwischen Schule und Hofbühlhalle
wurde komplett umgearbeitet und neu bepflanzt. Verwitterte Bänke im Schulhof
wurden abgebaut, abgeschliffen und neu eingelassen. Papierkörbe wurden
gestrichen, Pausenspiele aufgemalt und neue Bänke selbst gebaut. Ein lange
nicht gestrichener Flur wurde neu grundiert und durch selbst entworfene
Graffiti thematisch passend zu den Fachräumen in diesem Flur gestaltet. Und
schließlich entstand ein Namensschild für die Schule mit Schullogo.
Michael, Kai, Frieder und
Marco entschieden sich für eine Neugestaltung im Gartenbereich mit der
Begründung: "Wir wollten etwas mit einem großen praktischen Teil draußen
machen. Wir arbeiten alle gerne im Gartenbereich und da es genug Gartenbereiche
in der Schule zu erneuern gibt, war es nur noch die Frage, welchen wir nehmen
sollten."
Laura, Dunja, Gabriela und
Nils wählten das Thema "Verschönerung des Pausenhofs: Sitzbankrenovierung
und weitere kleinere Arbeiten". Sie begründeten ihre Themenwahl
folgendermaßen: "Die Bänke hobelten, schliffen und strichen wir, weil sie
einen heruntergekommenen Eindruck machten. Die Mülleimer grundierten und
strichen wir, da sie schon sehr angekritzelt waren. Und schließlich strichen
wir die Pausenhofspiele nach, da diese auf dem Schulhofboden schon verblasst
und nicht mehr erkennbar waren."
Tom und Patrick entschieden
sich für den Bau einer Sitzbank im Pausenhof. Sie hatten beobachtet, dass sich
die Mitschüler immer an einer bestimmten Stelle auf die kalte Steinmauer
setzten. Und da sie gerne bohren, schrauben, sägen, schleifen, streichen,
hobeln und hämmern und zudem auch noch gerne draußen sind, haben sie eine neue
Sitzbank gebaut, die den Bedürfnissen der Kinder entgegen kommt.
"Außerdem", sagen sie, "wird dann der Rasenbereich hinter der
Bank nicht mehr so zertrampelt."
Bianca, Jenny, Rebekka und
Viktoria haben Freude an Graffiti. Sie fanden durch die Projektprüfung eine
Möglichkeit, sich mit diesem Thema intensiv auseinander zu setzen. Geschichte,
Stilrichtungen und Umsetzungsmöglichkeiten wurden erforscht. Ganz legal konnte
diese Gruppe Farb-Spuren in der Schule hinterlassen und damit zugleich eine
ohnehin renovierungsbedürftige Wand neu und ansprechend gestalten.
Andre, Leonardo und Vulnet entwarfen ein Schullogo. Zunächst hatten sie ganz
eigene Vorstellungen für einen Entwurf. Diesen stellten sie allen Schülern vor
und erhoben damit ein Meinungsbild. Anschließend arbeiteten sie die
Rückmeldungen aus den Klassen in ihren ursprünglichen Entwurf ein. Den
überarbeiteten Entwurf stellten sie den Lehrkräften und dem stellvertretenden
Elternbeiratsvorsitzenden und Vorsitzenden des Freundeskreises der
Uhlandschule, Christian Stock, zur Abstimmung vor. Eine angehende
Werbedesignerin gab dann noch abschließend professionelle Tipps. Das fertige
Schullogo ist inzwischen an zwei Außenwänden angebracht, so dass die
"namenlose Zeit der Uhlandschule" vorbei ist.
Die Teilnehmer der
Schullogo-Gruppe, Andre, Leonardo und Vulnet haben in
ihrem Logo landschaftlich Typisches (Wasserlauf der Erms
und die umgebenden Berge) sowie die prägnante Form des Daches der Hauptschule
festgehalten. Davor kann man drei stilisierte Menschen unterschiedlicher Größe
erkennen. Sie stehen für die drei Gruppen, die zur Schulgemeinschaft gehören:
Schüler, Lehrer und Eltern.