Reutlinger Generalanzeiger –
Neckar + Erms
Erscheinungsdatum: 19.10.2010
Jugendgemeinderat - Oberbürgermeister Fiedler macht Metzinger
Schülern mit eigenen Erfahrungen Mut
Ein
Quartett rührt die Wahltrommel
Von Till Börner
METZINGEN. Im Dezember sollen Metzinger
Jugendliche einen neuen Jugendgemeinderat (JGR) wählen. Um junge Menschen in
der Stadt darauf aufmerksam zu machen, dass sie ein aktives und passives
Wahlrecht besitzen, besuchen Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler, Peter Nissle und Olga Mescherjakow von
der Stadtverwaltung die Schulen der Sieben-Keltern-Stadt. Gemeinsam mit einem
aktiven Mitglied des Jugendgemeinderats der einzelnen Schulen rühren sie zu
viert kräftig die Wahltrommel und erläutern das Wahlverfahren, um zu zeigen,
dass Jugendliche ihre Interessen vertreten können und sollen.
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Pawel Arnautov (rechts) ist genauso
überzeugt wie Oberbürgermeister Ulrich Fiedler, |
Das ist 'ne echt gute Sache
Am Montagmorgen ging es in die Uhlandschule
Neuhausen. »Ich bin hier, um zu zeigen, wie wichtig dieses Gremium ist. Die
Schüler sind die Zukunft der Stadt. Als Jugendgemeinderat kann man durchaus
etwas bewegen«, erzählte der Oberbürgermeister und verwies auf den Dirtpark, der ohne den Anstoß des aktuell gewählten Gremiums
nicht gebaut worden wäre. Pawel Arnautov, einer der
18 Jugendgemeinderäte und ehemaliger Schüler der Uhlandschule, berichtete von
den Aufgaben, die der JGR übernimmt, von erfolgreichen Projekten und Teilnahmen
an Workshops, ebenso wie von der »School's out Party«,
die jeweils am Schuljahrsende im Freibad steigt,
dieses Jahr allerdings Opfer des schlechten Wetters wurde. Er ermutigte die
Schüler, die die Klassen acht und neun besuchen, von ihrem Wahlrecht Gebrauch
zu machen. »Geht wählen, lasst euch als Kandidaten aufstellen. Das ist echt 'ne
gute Sache - ohne Scheiß«, benutzte er den Jugendjargon. Um diese Argumentation
noch zu unterstützen, wurden gleich die Bewerbungsbögen verteilt. Wer seinen
Hut noch in den Bewerbungsring werfen möchte, hat dafür Zeit bis Freitag, 22.
Oktober. Die Wahl, an der jeder Metzinger Schüler im Alter von 13 bis 19
teilnehmen darf, läuft vom 6. bis 10. Dezember.
Nervosität gehört dazu
Am
2. Dezember stellen die Kandidaten sich vor. Dort können die Bewerber sich
selbst sowie ihre Ideen und Vorstellungen einem breiten Publikum bekannt
machen. »Da kann man lernen, wie es ist, wenn man vor Publikum spricht. Etwas
Nervosität gehört dazu. Als ich mich vor zwei Jahren in der voll besetzten
Stadthalle vorgestellt habe, war ich auch aufgeregt«, versuchte Ulrich Fiedler
den Schülern die Angst zu nehmen und zeigte, dass Lampenfieber und Nervosität
kein Hindernis für einen Wahlerfolg sein müssen. Nach der Präsentation in der
Hauptschule in Neuhausen packten die Wahlwerber ihre Unterlagen und zogen
weiter. Nächste Station auf der »JGR goes
School«-Tour war die Neugreuth-Hauptschule. (GEA)