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vom Freitag,16.10.2009 aus SÜDWEST AKTIV
Sorgenkind Grundschule OB Fiedler kündet das Ende des "Glemser Eifelturms" an Die Probleme in Glems scheinen überschaubar. Doch gerade dort, wo der Schuh drückt, wollte Oberbürgermeister Dr. Ulrich Fiedler während seiner Kennenlern-Tour am Mittwochnachmittag genau hinschauen. JAN ZAWADIL; Glems Es ist wahrlich kein großer Stadtteil und gilt teilweise noch als Idyll im Vergleich zu Ballungszentren mit tausenden Bewohnern. Dennoch gibt es auch in Glems manches Verbesserungswürdiges. Um sich davon ein Bild zu machen, war Oberbürgermeister Ulrich Fiedler in den kleinen Stadtteil gekommen und wollte nicht nur von Ortschaftsratsmitgliedern, sondern besonders von Bürgern wissen, was ihnen am Herzen liegt.Der Besuch mit gleichzeitigem Bürgerinformationscharakter brachte da ans Licht, dass neben dem Glemsbach, der manchen Stein in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern unterspült hat, vor allem immer noch der Baukran in der Neuhäuser Straße Thema ist. Hier erklärte Fiedler jedoch, dass bereits zielführende Gespräche geführt worden seien. Und: "Bis zu meiner Neujahrsansprache wird er nicht mehr stehen." Nachdem der Oberbürgermeister am Mittwochnachmittag allerdings auch erklärt hatte, dass die Besuche zum Standard werden sollen und jeder Stadtteil mindestens ein Mal im Jahr Ziel eines Abstechers sein soll, ging es schnurstracks in die Grundschule.Hier stellte sich aber heraus, dass in der Glemser Außenstelle der Uhlandschule wirklich nicht alles Gold ist, was glänzt. Denn obwohl die Kinder hier alles lernen würden, was notwendig ist, seien die Bedingungen doch teils schwierig, wie Schulleiterin Helga Wolz und einige Lehrerinnen berichteten. Denn nicht nur, dass die Sparmaßnahmen dazu geführt hätten, dass die Pädagoginnen manche Unterrichtsmaterialien wie etwa Forschungskisten, die durch den Bildungsplan gefordert sind, aus eigener Tasche bezahlen. Im Schulgebäude gibt es auch keinen Platz, um Material ordentlich zu lagern, ein Internetanschluss ist ohnehin nicht vorhanden und selbst bei manchen anderen Anschaffungen müsste das Kollegium auf die Unterstützung durch den Freundeskreis und somit die Spenden von Eltern und Förderern bauen.Die Probleme sind zwar bekannt und eine Liste, wie etwa mit der Information über die Risse in der Wand, an die Stadtverwaltung bereits übergeben. Doch wenn bereits beim Tonpapier immer wieder daraufhin gewiesen werden muss, dass gespart und nochmals gespart werden muss, dann stimmt wahrlich etwas nicht. Letztlich brachte es aber Schulleiterin Wolz auf den Punkt. Würde es doch eine Diskrepanz zwischen Bildungsplan und Schulträger geben.Trotzdem konnte Fiedler gerade den engagierten Pädagoginnen nur wenig Hoffnung auf Besserung machen. Denn: "Wir haben eine außerordentlich schwierige Situation", sagte er mit Blick auf die derzeitige und kommende Finanzlage. Wobei es echten Problemen zu begegnen gelte. Schließlich würden Verwaltung und Gemeinderat über aufgebrauchte Rücklagen, neue Schulden und Steuererhöhungen diskutieren müssen. Weshalb Fiedler weiter sagte: "Wir müssen eisern sparen." Damit ist es selbst im idyllischen Glems aber nicht getan. Auch wenn die weiteren Anliegen nicht ganz so dringlich erscheinen, sollte gerade auf dem Schul- und Kindergartenhof für mehr Licht gesorgt werden. Müssten hier doch abends auch Kinder entlanggehen. Außerdem sei der Bereich ein Treffpunkt für die jungen Glemser, der mehr als ein dunkler Flecken ist. Diesem Problem könnte mithilfe eines Baum- und Strauchschnitts begegnet werden, mit dem das Licht der vorhandenen Straßenlaterne genutzt wird. Tiefer in die Tasche müsste die Stadt hingegen bei einer Gehwegsanierungin der Hochwiesenstraße greifen. Denn hier wellt sich der Belag bereits bedenklich und kann für Fußgänger oder radfahrende Kinder zur Stolperfalle werden.