Erscheinungsdatum: 18.06.2009

 

 

Uhlandschule - Sanierung dringend notwendig:
Marode Gebäude, Stühle und Tische gehen aus dem Leim

In die Klassenzimmer regnet es rein

VON THOMAS FÜSSEL

Drückt der Wind  gegen die Fenster, läuft der Regen in die Klassenzimmer, wo Tische und Stühle langsam aus dem Leim gehen: Ortsvorsteher Friedemann Salzer und die Leiterin der Uhlandschule in Neuhausen, Helga Wolz, schauen sich das genauer an.
GEA-FOTO: FÜSSELDrückt der Wind gegen die Fenster, läuft der Regen in die Klassenzimmer, wo Tische und Stühle langsam aus dem Leim gehen: Ortsvorsteher Friedemann Salzer und die Leiterin der Uhlandschule in Neuhausen, Helga Wolz, schauen sich das genauer an.
GEA-FOTO: FÜSSEL

 

 

 

 

METZINGEN-NEUHAUSEN. Durch Fenster und Dach regnet es rein. Von Isolierung keine Spur. Auch ein neuer Anstrich wäre wohl vonnöten. Kaum besser ist die Ausstattung. Die Uhlandschule in Neuhausen muss dringend saniert werden. Das Gros der Stühle scheint aus dem Leim zu gehen, ebenso die Tische. Und die Schränke sind für schulische Zwecke kaum geeignet. Die Schulleiterin Helga Wolz hat jetzt den Ortschaftsrat durch die Gebäude geführt, um auf die gröbsten Mängel aufmerksam zu machen.

Fest steht, dass es Jahre dauern wird, bis die Schule so auf Vordermann gebracht ist, wie es wünschenswert wäre. »Uns ist klar, dass nicht alles auf einmal finanziert werden kann«, zeigte Wolz Verständnis für die Zwänge der Stadt, die derzeit den Haushalt konsolidiert.

Arbeiten über Jahre strecken

Allein in die Gebäude selbst, die noch den Charme der 50er- und 60er-Jahre aufweisen, müssten mindestens 135 000 Euro gesteckt werden, um nur das Nötigste zu machen. Für das laufende Jahr stehen der Schule dafür aber nur 25 000 Euro zur Verfügung. Das, so der Leiter des Hochbauamtes Ulrich Neubrander, reiche gerade mal für neue Fenster in drei Klassenzimmern.

»Insgesamt muss die Maßnahme über Jahre gestreckt werden«, sagte Neubrander. »Und solange regnet es rein«, bemerkte dazu Helga Wolz. Sie hatte zuvor eingeräumt, dass die Stadt durchaus viel in die Schulen investiere, dennoch aber noch viel getan werden müsse, wie das Beispiel in Neuhausen zeigt, wo einzelne Klassenzimmer von Eltern gestrichen wurden, weil dafür kein Geld da ist.

Wolz wies zudem auf das viel zu knappe Budget der Schule hin, das für beide Standorte - Neuhausen und Glems - bei 42 000 Euro liegt. Nach Abzug der sogenannten Fixkosten, wie Leasinggebühren für PC und Kopierer, Schulbücher oder auch das Schulschwimmen, für das im Rahmen der sogenannten inneren Verrechnung 2 300 Euro an die Stadt überwiesen werden müssen, bleiben der Uhlandschule in diesem Jahr nicht einmal mehr 13 000 Euro.

Zu knappes Budget

Davon muss alles weitere bestritten werden. Neue Schulbücher, Verbrauchsmaterialien, Geschäfts- und Bürobedarf. Auch der Kauf von neuen Stühlen und Tischen, »was uns damit kaum möglich ist«, wie die Schulleiterin bemerkt. Sie hat deshalb im vergangenen Jahr ihr Budget um 6 000 Euro überschritten, wie sie erklärte. Zudem wurde das Budget im Vergleich zu 2008 gekürzt.

Ortsvorsteher Friedemann Salzer sicherte Helga Wolz bei künftigen Haushaltsberatungen die Unterstützung des Gremiums zu. Dennoch, die Sanierung der Schule wird Jahre in Anspruch nehmen. Solange drückt der Wind den Regen durch die Fenster, sodass das Wasser nach Aussage des Hausmeisters ins halbe Klassenzimmer läuft. (GEA)