
Mit viel Energie zum
Abschluss
Projektprüfungen der Abschlussklasse an der
Uhlandschule
In der Uhlandschule fanden sich sieben Teams aus der Abschlussklasse zusammen
und erarbeiteten sich je ein Thema.
Fast alle hatten etwas mit Metzingen zu tun und waren überregional von
Bedeutung.
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Eine Abschlussarbeit, die sogar Friedrich Handel (links) vom
Arbeitskreis Klima und Energie überzeugte. Foto: Privat |
Neuhausen Drei Teams beschäftigten sich mit Formen
umweltfreundlicher Energie - ein Thema, das auch für die Stadt Metzingen eine hohe
Priorität hat. So wurden "Solarkollektoren" ebenso unter die Lupe
genommen wie ein "Wind-Hybridkraftwerk" und das
"Pumpspeicherkraftwerk in Glems", von dem auch ein Modell gebaut
wurde. Letztere Gruppe kam zu dem Ergebnis, dass sich das Pumpspeicherwerk für
die ENBW "richtig lohne". Als Begründung für den Bau des
Pumpspeicherwerks gaben sie unter anderem an, dass, "wenn mittags um 12
Uhr alle Metzinger ihren Herd anstellen", besonders viel Strom auf einmal
gebraucht wird. Dann wird der Strom aus dem Glemser
Werk dringend gebraucht. "Wachteln" war ein weiteres Thema einer
Gruppe von Schülern. Mit Hilfe einer Brutmaschine bebrüteten sie Wachteleier. Befragt, wie sie auf dieses Thema gekommen
seien, antworteten sie: "Wir sind auf der Ermsbrücke
gestanden und haben eine Entenfamilie beobachtet. Die war so süß, dass wir
beschlossen selbst etwas auszubrüten. Jetzt haben wir etwas Lebendiges. Die
anderen bauen nur Maschinen." Befragt, welche besonderen Erkenntnisse sie
gehabt hätten, stellten sie fest, dass Wachteln in "Heu und in Sand
baden" und es Wachteln bei Hobbyhaltern wie hier in Neuhausen viel besser
haben als in der Massentierhaltung. Die ausgebrüteten Tiere würden sie nicht
jedem übergeben, Voraussetzung sei Verantwortungsbewusstsein.
Zwei Mädchengruppen fanden unabhängig voneinander etwas über den Geschmack der
Metzinger heraus: Eine Gruppe beschäftigte sich mit "Gummibärchen",
die andere mit "Pralinen". Die Schülerinnen befragten in der
Innenstadt Jugendliche und Erwachsene getrennt voneinander nach ihren
bevorzugten Geschmacksrichtungen, wie häufig sie Süßigkeiten essen und wo sie
diese einkaufen. Sie kamen unter anderem zu dem Ergebnis, dass hier zwischen
Erwachsenen und Jugendlichen durchaus Unterschiede bestehen. Diese stellten sie
optisch anhand von Diagrammen dar. So bevorzugen Jugendliche mehrheitlich
süßere Pralinen, während Erwachsene mehrheitlich Pralinen mit Alkohol schätzen.
Die Neuntklässlerinnen erfanden auch eigene Rezepte und entwarfen dafür ein
eigenes Werbeplakat mit dem Eiffelturm in der Mitte, denn die Praline stammt
als "Krönung der Schokolade" aus Frankreich. Der eigene Markenname
"MACIM" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen der fünf
Schülerinnen zusammen. Die von den Schülerinnen vorgetragene Erkenntnis, dass
Schokolade "glücklich macht" war den Pralinenliebhabern unter den
Zuhörern nicht neu. Mit Freude hörten sie, dass Schokolade das Risiko von
Herzkrankheiten mindert. Die Freude darüber wurde aber wieder zunichte gemacht
durch den Nachteil, dass Pralinen einen großen Zuckeranteil und damit viele
Kalorien haben, die wiederum leicht zu Übergewicht mit den bekannten negativen
Folgen für das Herz-Kreislaufsystem führen. Wer durch die beiden Projektgruppen
mit dem "süßen Thema" Lust auf Süßes bekam, konnte dies wieder ausgleichen,
indem er sich durch das Projektthema "Hip Hop"
in Theorie und vor allem Praxis zu intensiver Bewegung animieren ließ.