Erscheinungsdatum: Dienstag 26.05.2009

 

Mit viel Energie zum Abschluss
Projektprüfungen der Abschlussklasse an der Uhlandschule


In der Uhlandschule fanden sich sieben Teams aus der Abschlussklasse zusammen und erarbeiteten sich je ein Thema.
Fast alle hatten etwas mit Metzingen zu tun und waren überregional von Bedeutung.

Eine Abschlussarbeit, die sogar Friedrich Handel (links) vom Arbeitskreis Klima und Energie überzeugte.   Foto: Privat

Neuhausen  Drei Teams beschäftigten sich mit Formen umweltfreundlicher Energie - ein Thema, das auch für die Stadt Metzingen eine hohe Priorität hat. So wurden "Solarkollektoren" ebenso unter die Lupe genommen wie ein "Wind-Hybridkraftwerk" und das "Pumpspeicherkraftwerk in Glems", von dem auch ein Modell gebaut wurde. Letztere Gruppe kam zu dem Ergebnis, dass sich das Pumpspeicherwerk für die ENBW "richtig lohne". Als Begründung für den Bau des Pumpspeicherwerks gaben sie unter anderem an, dass, "wenn mittags um 12 Uhr alle Metzinger ihren Herd anstellen", besonders viel Strom auf einmal gebraucht wird. Dann wird der Strom aus dem Glemser Werk dringend gebraucht. "Wachteln" war ein weiteres Thema einer Gruppe von Schülern. Mit Hilfe einer Brutmaschine bebrüteten sie Wachteleier. Befragt, wie sie auf dieses Thema gekommen seien, antworteten sie: "Wir sind auf der Ermsbrücke gestanden und haben eine Entenfamilie beobachtet. Die war so süß, dass wir beschlossen selbst etwas auszubrüten. Jetzt haben wir etwas Lebendiges. Die anderen bauen nur Maschinen." Befragt, welche besonderen Erkenntnisse sie gehabt hätten, stellten sie fest, dass Wachteln in "Heu und in Sand baden" und es Wachteln bei Hobbyhaltern wie hier in Neuhausen viel besser haben als in der Massentierhaltung. Die ausgebrüteten Tiere würden sie nicht jedem übergeben, Voraussetzung sei Verantwortungsbewusstsein.
 
Zwei Mädchengruppen fanden unabhängig voneinander etwas über den Geschmack der Metzinger heraus: Eine Gruppe beschäftigte sich mit "Gummibärchen", die andere mit "Pralinen". Die Schülerinnen befragten in der Innenstadt Jugendliche und Erwachsene getrennt voneinander nach ihren bevorzugten Geschmacksrichtungen, wie häufig sie Süßigkeiten essen und wo sie diese einkaufen. Sie kamen unter anderem zu dem Ergebnis, dass hier zwischen Erwachsenen und Jugendlichen durchaus Unterschiede bestehen. Diese stellten sie optisch anhand von Diagrammen dar. So bevorzugen Jugendliche mehrheitlich süßere Pralinen, während Erwachsene mehrheitlich Pralinen mit Alkohol schätzen. Die Neuntklässlerinnen erfanden auch eigene Rezepte und entwarfen dafür ein eigenes Werbeplakat mit dem Eiffelturm in der Mitte, denn die Praline stammt als "Krönung der Schokolade" aus Frankreich. Der eigene Markenname "MACIM" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen der fünf Schülerinnen zusammen. Die von den Schülerinnen vorgetragene Erkenntnis, dass Schokolade "glücklich macht" war den Pralinenliebhabern unter den Zuhörern nicht neu. Mit Freude hörten sie, dass Schokolade das Risiko von Herzkrankheiten mindert. Die Freude darüber wurde aber wieder zunichte gemacht durch den Nachteil, dass Pralinen einen großen Zuckeranteil und damit viele Kalorien haben, die wiederum leicht zu Übergewicht mit den bekannten negativen Folgen für das Herz-Kreislaufsystem führen. Wer durch die beiden Projektgruppen mit dem "süßen Thema" Lust auf Süßes bekam, konnte dies wieder ausgleichen, indem er sich durch das Projektthema "Hip Hop" in Theorie und vor allem Praxis zu intensiver Bewegung animieren ließ.