
Erscheinungsdatum:
Donnerstag 12.02.2009
Storopack liefert Wissen in Kisten verpackt
Lehrer treffen sich bei Storopack, um
Erfahrungen mit Experimentierkisten auszutauschen
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So lernt sichs
fast wie von selbst: In der klasseneigenen Firma, bei Bauaufträgen und
technischen Experimenten kommen die Kleinen ganz groß raus. Storopack
und die Wissensfabrik machens möglich.
NADINE WILMANNS
Metzingen Schüler von insgesamt zwölf Schulen in Metzingen und Umgebung
kommen inzwischen in den Genuss, mit Hilfe von Projektkisten der Wissensfabrik
zu lernen. Und zwar dank dem Metzinger Unternehmen Storopack,
das Mitglied der Wissensfabrik ist und die Experimentierkisten tatkräftig an
den hiesigen Schulen unterbringt. Gestern trafen sich die Lehrer zum
Erfahrungsaustausch bei Storopack.
Die Projektkisten können jeweils einem von vier Themenfeldern zugeordnet werden:
Es gibt Kisten zu den Bereichen Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaft und
Sprache. Eines der Kistenmodelle hat Storopack gar
selbst entwickelt und produziert. "Die Mitgliedsunternehmen der
Wissensfabrik bringen ihren Erfahrungsschatz ein und wir setzen das in konkrete
Projekte um", erklärt Gregor Otten von der
Wissensfabrik. So entsteht eine breite Kooperation.
Die Wissensfabrik ist ein Zusammenschluss aus 63 deutschen Unternehmen.
Erklärtes Ziel ist es, Wissen zu vermitteln, denn "die Bundesrepublik baut
auf Wissen auf", sagt Otten. Neben den
Aktivitäten an Kindergärten und Schulen gehört die Unterstützung von
Existenzgründern zu den Aufgaben des Zusammenschlusses. "Mit unseren
Projekten wollen wir öffentliche Impulse setzen", erklärt Otten. "Deutschland soll die Freude am Lernen wieder
entdecken und Lust auf Zukunft bekommen."
Der Startschuss der wissensfabrik-geförderten
Experimentierprojekte fiel in Metzingen 2007 an sieben Schulen. "Unser
langfristiges Ziel ist es, auch in Zeiten der Krise peu à peu ganz Deutschland
zu ,erobern, was unsere Standorte angeht", so Storopack-Personalleiter
Rainer Nawroth. Neben den zwölf Schulen in der Region
versorgt Storopack jetzt ganz neu auch fünf Schulen
in Brandenburg. Irgendwann sollen Schulen an allen bundesweiten Storopack-Standorten mit Wissenskisten bedient werden.
Die Schulen schicken ihre Lehrer regelmäßig zu Schulungen, die Storopack-Mitarbeiterin Susanne Meister durchführt. Sie
wurde zuvor wiederum von der Wissensfabrik geschult. "Dass Unternehmen
Geld und Personal für dieses Projekt bereitstellen, zeigt, dass sie die Sache
als gesellschaftliches Engagement betrachten und dass sie ihre Verantwortung
wahrnehmen", bemerkt Otten.
Bei den Lehrern kommen die Projektkisten und Unterrichtsvorschläge offenbar
sehr gut an. "Wir sind sehr dankbar für dieses Angebot" war der Tenor
des abschließenden Erfahrungsaustauschs, in dem die Lehrer ihre jeweils
individuellen Vorgehensweisen im Unterricht vorstellten und sich gegenseitig
Tipps zur Unterrichtsgestaltung gaben. Annelie Brodbeck von der
Uhlandschulen-Zweigstelle in Glems beispielsweise
bietet einen Forscherclub an. "Zwar haben die Kinder bald festgestellt,
dass es bei den Experimenten nicht nur knallt, sondern dass auch Arbeitsblätter
ausgefüllt werden müssen", so Brodbeck. Dennoch
seien alle mit Feuereifer dabei. Für sie als Lehrerin sei das Angebot der
Wissensfabrik gleichzeitig Motivation und Verpflichtung.
Die Wissensfabrik selbst ist bemüht, ihr Angebot stetig zu
verbessern: "Es werden regelmäßig Evaluationsbögen verteilt und
ausgewertet, um die Experimentierkisten weiter zu entwickeln und zu
optimieren." Als Schüler bleibt einem da also gar nichts anderes übrig als
mit Spaß bei der Sache schlau zu werden. ![]()
Quelle: http://www.suedwest-aktiv.de/