Auswertung/ Reflexion
Neben den eigentlichen Aktionen spielen die Reflexionseinheiten eine wichtige Rolle
in der Erlebnispädagogik. Die durchgeführten Aktionen werden nachbereitet um
die gemachten Erfahrungen in den Alttag
zu übertragen.
Am ersten Abend fand eine Abschlussbesprechung statt, bei der
die Geschehnisse des Tages aufgegriffen und analysiert wurden. Auf einem
Flipchart wurde alles notiert, was den Schülern zum Tagesgeschehen einfiel.
Anschließend wurde auf einer Skala
von eins (schlecht) bis zehn (sehr gut) die Leistung der gesamten Klasse bezüglich des Kommunikationsverhaltens eingeschätzt. Die überwiegende Mehrheit
war im Mittelfeld angesiedelt. Gemeinsam wurden Vorschläge gesammelt, wie man
diese Leistung steigern könnte. Diese Skala wurde zusammen mit den
Änderungsvorschlägen auf einem Plakat visualisiert und dem Klassensprecher
übergeben.
Bei der Auswertung am Abreisetag erhielten, nach einer
einleitenden Gesprächsrunde, immer vier Schüler zusammen ein leeres Plakat, auf
dem sie ohne Absprachen das für sie Wichtige der letzten Tage zeichnen sollten.
Bemerkenswert war, dass manche Schüler anfingen bereits gezeichnete Motive
anderer Schüler zu ergänzen. Neben den Zeichnungen der Kletterbäume und des
Seilparcours fanden sich auch die Wörter
„Teamfähigkeit“, „Zusammenarbeit“ und „miteinander reden“ wieder. Diese
Plakate hingen später im Klassenzimmer und stehen zusammen mit der Skala
symbolisch für den Transfer des Gelernten in den Alltag. Die Erlebnisse und
Erfahrungen sind dadurch nicht vom Schulalltag isoliert, sondern für alle
sichtbar und können so weiter wirken.
Seilgarten mit Baumklettern vom
22.-24.09.2003